Studieren in Adelaide - Studium in South Australia - Auslandsstudium in Australien

Auslandsstudium in Australien

The University of Adelaide - Universität in Adelaide
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Institut Ranke-Heinemann

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Erfahrungsberichte - The University of Adelaide / Australien


Herman Witzel: Physik und Philosophie [7/2006 - 4/2007]
Marcel Manthei: Mechanical Engineering [7/2005 - 12/2005]
Thorsten Neumann: BWL [7/2005 - 12/2005]
Susanne Graf: Informatik [2/2003 - 7/2003]
Rudolf Gati: - [2/2001 - 2/2002]
Daniel-Jens Kusterer: Physik [0/2001 - 0/2001]
Kai Dobslaw: Jura [2/1998 - 2/1999]

Erfahrungsbericht - Herman Witzel



Es ist schwer zu fassen. Vor wenigen Jahrzehnten noch war der Wirkungskreis des gewöhnlichen Menschen auf einige hundert Kilometer beschränkt, doch nunmehr ist es Gegenwart, dass jede Distanz auf diesem Planeten für jeden überwindbar ist – zumindest in freiheitlich geführten Nationen, zu denen auch Australien gehört.
Begrüßt wurde ich im kühlen Adelaide von einem rauchenden Koreaner, der mich und mein spärliches Gepäck zur vorübergehenden Unterkunft transportierte. Zwei Dinge bemerkte ich schnell: Die Eigenschaft zu rauchen ist nicht üblich, die Eigenschaft Asiat zu sein dagegen sehr. Als empfindlicher Nichtraucher konnte ich die preiswerte und vielfältige Gastronomie ungestört genießen, wie auch die meisten Kneipen (allgemeinhin als „Pubs“ bekannt). In Hinsicht Nahrung ist Adelaide allgemein hervorzuheben. Im Central Market kann man gar echtes Brot zu einem unfairen Preis erwerben und wie jeder reiselustige Deutsche weiss, ist das in den meisten Ländern eine begehrte Rarität und spricht für Vielfältigkeit.
Die kulinarische Bandbreite geht mit kultureller Bandbreite einher. Viele Clubs bieten live-acts aus diversen Stilrichtungen an und wer es klassisch mag, kommt für 6 € Studentenpreis in den Genuss des Adelaide Symphony Orchestra – diese Qualität bekommt man für so wenig Geld in Berlin nicht geboten. Das Leben hier ist vielseitig, preisgünstig und meist recht gemütlich. Für eine echten Stadtmenschen auf Dauer wohl zu gemütlich, denn man kommt nicht umhin: Adelaide ist eine kleine, australische Stadt. Man findet folglich ein sehr überschaubares Stadtzentrum umgeben von endlosen Vorortkompromissen. Noch ein kleines, touristisches Ballungsgebiet am Sonnenuntergangsstrand in Glenelg und schon hat man fast alles gesehen.
Der aufmerksame Leser hat jetzt bemerkt, dass Adelaide wie die meisten Städte am Ozean liegt und den kann man von den nahegelegenen Adelaide Hills aus der Höhe bewundern. Von dort sieht man aber die Wale und Delphine nicht, die hier vor der Küste ein entspanntes Leben führen. Das haben sie sich vermutlich von den Australiern abgeschaut. Prinzipiell gibt es hier keinen Tag. Vor 12 ist es zu früh, um zu arbeiten und nach zwölf trifft man die Vorbereitungen für die Freizeit „tonight“ und „tonight“ beginnt spätestens um zwei. So verwundert es auch nicht, dass die meisten Geschäfte bereits um fünf die Ladentüren schließen, ausgenommen große Supermärkte. Spätestens dort übrigens, mutet die übliche Grußformel merkwürdig an; käme man in Deutschland wohl kaum auf die Idee, die Kassiererin mit „Hallo, wie geht es dir?“ zu begrüßen. Auch sonst ist man betont unformal, was natürlich in sich auch wieder formal wirkt. Nichtsdestotrotz begegnet man sich mit großer Hilfsbereitschaft und Offenheit, wenngleich tiefergehende Beziehungen mindestens ebenso träge wie in meiner Heimat sind, vielleicht noch träger.

In Adelaide haben sich drei Universitäten angesiedelt: Flinders University, University of South Australia und University of Adelaide. An letzterer habe ich Kurse in Physik und Philosophie belegt. Der am Torrens River – mehr ein Bach, denn ein Fluss – gelegene Campus ist entspannt zu durchwandern und nach einigen Tagen findet man sich in der verwinkelten Gebäudekomposition zurecht. In längeren Pausen kann man sich am Flussufer sonnen oder den botanischen Garten erkunden und dabei die farbenfrohe und abwechslungsreiche Vogelwelt bestaunen. Sehr nett.
Weniger günstig ist die australische Zeiteinteilung. Eine Vorlesung dauert üblicherweise 50 Minuten mit anschließend zehn Minuten Pause zur nächsten. Die lästige Angewohnheit des Überziehens und die physikalische Unumgänglichkeit von räumlicher Distanz zum nächsten Vorlesungssaal lassen von dieser Zeit nichts übrig. Dazu kommt das Fehlen einer in Deutschland verbreiteten inoffiziellen Mittagspause für den Besuch der Mensa, die es hier nicht gibt und damit ist das Dilemma komplett: Wann soll man Kontakte finden? Es funktionierte für mich, aber es ist deutlich schwieriger und insbesondere der Kontakt zu australischen Studenten ist bis auf sehr überschaubare Ausnahmen ausgeblieben. Dies hat aber noch andere Gründe: Das Bildungssystem Australiens zwingt die meisten Studenten neben dem Studium zur Arbeit und so bleibt wenig bis keine Freizeit übrig. Die meisten, die ich auf Parties, Ausflügen und sogar auf dem Campus kennen lernte, sind andere internationale Studenten – ausgenommen Asiaten. Ich beeile mich hinzuzufügen, dass dies eine ideologisch neutrale Feststellung mit Ausnahmen ist, die leider wahr ist. Der Großteil an Asiaten ist sehr nett im persönlichen Gespräch, bleibt aber trotz dessen eher unter sich. Für die meisten asiatischen Studenten handelt es sich auch nicht um Auslandserfahrung, sondern um ein komplettes Auslandsstudium.

Dafür ist der Bildungsstandard nach meinem Ermessen durchaus geeignet. Das Studium der Physik unterscheidet sich nicht spürbar im Inhalt, wenngleich spürbar in den Anforderungen. Diese waren in beiden Kursen moderat und die Anregung zu studentischer Zusammenarbeit gering. Das Autoritätsverhältnis ist trotz der schon erwähnten formalen Unformalität sehr ähnlich zu meiner Heimathochschule und die Ausstattung insbesondere mit Fachbüchern in keinem Fall besser. Neben den Honourskursen der Physik besuchte ich zwei Undergraduate Kurse der Philosophie, die deutlich mehr Aufwand verursacht haben. Die wöchentliche Lektüre von bis zu einhundert Seiten pro Kurs hielten mich gerade zu Begin permanent beschäftigt und etwas Enttäuschung blieb nicht aus, dass die Themen in den nur fünfzigminütigen Übungen nur ansatzweise diskutiert werden konnten. Die Vorlesungen hatten hohe Qualität und waren um Aktualität bemüht. Auch in diesen Kursen waren die Anforderungen zuvorkommend und die Bewertung nachsichtig. Es ist, als würde die Gelegenheit eröffnet, intensiv zu studieren, wenn man will, und gleichzeitig der Weg für den berufsqualifizierenden Bachelorabschluss geebnet, wenn man die Bildung nur als Mittel zum Zweck ansieht. Angemerkt sei, dass dies für die Qualität der geforderten Arbeiten gilt, der Umfang ist alltagsfüllend.

Adelaide ist auch als das Tor zum Outback bekannt, vielleicht das charakteristischste an diesem Kontinent. 1500 Kilometer nördlich begann ich in Alice Springs einen Trip nach Adelaide und erkundetet dabei mit anderen Internationalen in einem Kleintransporter die MacDonnell Ranges, Uluru (Ayers Rock), Kata Tjuta, Kings Canyon, Coober Pedy und die Flinders Ranges. Coober Pedy ist zwar sehr berühmt (Opal), aber im Lichte der Fahrstrecke nur zu empfehlen, insofern es auf dem Weg liegt. Ansonsten sind diese Orte ein absolutes Muss. Insbesondere Kata Tjuta und Kings Canyon sind atemberaubend und unvergesslich. Wer Kangeroos sehen will, fährt des Nachts auf dem Highway durch das Outback und wer frisches Roofleisch essen will, fährt ein bisschen schneller oder folgt den riesigen Roadtrains. Ausprobiert habe ich das allerdings nicht...

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die kulturellen Unterschiede spürbar, aber nicht erheblich sind und das Reizvollste bisher die sehr andersartige Geologie, Flora und Fauna gewesen ist. Der Bildungsstandard ist akzeptabel, die wirtschaftliche Lage der Studenten im Allgemeinen deutlich ungünstiger, speziell in Adelaide aber, ist das Leben preiswert. Mit Nachdruck empfehle ich jedem, der einen Auslandsaufenthalt plant, sich nicht auf ein Semester zu beschränken. Die vier Monate sind in einem Wimpernschlag vergangen und man sollte sich mindestens noch zwei bis drei Monate zum Reisen freihalten.

Anmerkung: Bilder und mehr Text gibt es unter www.isturm.de/tagewerk/t_oz.htm


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Erfahrungsbericht - Marcel Manthei



University of Adelaide
ein Erfahrungsbericht

Die University of Adelaide zusammengefasst: nett, gemütlich (trotz ihrer Größe), hübscher Campus und zentral gelegen. Wenn man ankommt und weiss erstmal nich wohin, kein Problem. In der Orientation Week vor dem Vorlesungsbeginn wird einem eigentlich alles erklärt und gezeigt was man so wissen muss.Und auch nach der Woche steht man nicht alleine da. Also, unbedingt hingehen. Es gibt Informationsveranstaltungen, jede Menge Informationsmaterial, BBQs (lecker), Campusführungen, Bibliothekseinweisungen, Kaffee & Tee und die Möglichkeit an Ausflügen teilzunehmen. Einer davon führte mich nach Victor Harbor und in den Urimbirra Wildlife Park. Heisst also gleich in der ersten Woche Koalas & Kängurus gucken, anfassen und füttern. Einfach grossartig! Das wirklich beste an dieser Einführungswoche ist aber in Grunde genommen, dass man die meiste Zeit mit Gleichgesinnten verbringt (= ahnungslose, gerade angekommene, internationale Studenten). Genug Möglichkeiten also erste Bekanntschaften zu machen und schon mal zu gucken, mit wem man denn möglicherweise Kurse zusammen hat und mit wem man Parties feiern kann.

Nach der Orientation Week geht′s dann los mit der Eingewöhnung ins australische Unisystem. In Adelaide heisst das: Vorlesungen gehen 50 Minuten (fangen immer 10 Minuten nach der vollen Stunde an, falls nicht anders vereinbart), Skripte muss man zumeist kaufen, es wird stärker mit Beamern und Powerpoints gearbeitet (meist dann auch runterladbar), denn es gibt eine vollständige Multimediaausstattung (Computer, Beamer, OH Projektor, Video/DVD Player...) in nahezu jedem Raum (kann man für 8000$ aber auch erwarten, finde ich). Es wird mehr mit Lehrbüchern gearbeitet. im Bereich Engineering geht das noch, aber von einigen Leuten im Bereich Economics/Commerce usw. hab ich gehöhrt dass das schon die 100$ Marke sprengt und das manchmal pro Buch. Das muss man sich dann gut überlegen, besonders wenn man nur ein Semester da ist (vieles gibt es aber auch gebraucht von anderen Studenten zu kaufen).
Insgesamt erscheint mir alles etwas organisierter und das Personal (insbesondere die Mitarbeiter in den Sekretariaten und den Studentenzentren) motivierter. Besonders gut gefallen haben mir die Online-Services der Uni, die man zum Teil nutzen muss. Es gibt hier zwei Sachen die nennen sich "MyUni" und "Access Adelaide". MyUni ist im Grunde genommmen ein Portal für (fast) alle Lehrveranstaltungen. Man findet dort Informationen zu den Dozenten, Kursunterlagen, Assignments, wichtige Termine und kann Kontakt zu den anderen Studenten des jeweiligen Kurses aufnehmen (über Discussion Boards oder per Email). Weiterhin gibt es allgemeine Informationen und Foren für alles Mögliche. Access Adelaide ist die "offizielle Schnittstelle" zur Univerwaltung wenn man so will. Man muss dort seine Kontaktdaten angeben, Kurse auswählen und sich einschreiben (geht nur online!). Dann bekommt man aber auch gleich seinen Studenplan fertig angezeigt und mitgeteilt ob sich Kurse zeitlich überschneiden. Hier werden auch auch Ort & Zeit für die Klausuren angezeigt, sobald diese feststehen (wobei es beim Ort nicht soviel Auswahl gibt, denn nach südaustralischen Hochschulgesetz müssen gleiche Bedingungen für alle Studenten herrschen, das heisst Klausurzeitraum sind ist derselbe für alle und Ort eigentlich auch, n&aum;mlich die Adelaide Showgrounds). Und die Ergebnisse hinterher dann natürlich auch. Weiterhin wird einem dort mitgeteilt, wieviel Geld man der Uni noch schuldet bzw. wieviel man schon gezahlt hat.
Es gibt zahlreiche Computer an der Uni die fü alle Studenten gleichermaßen nutzbar sind und zusätzlich noch mehr von den verschiedenen Fachbereichen. Dadurch bekommnt man dann auch meist 2 "Druckquotas", also eine gewisse Menge Geld, die man dann zum drucken verwenden kann. Das reicht eigentlich auch (bei mir waren das 30$ allgemein + 50$ für Ingenieursstudenten). Etwas schwach ist, was man an externem Internet kostenlos nutzen kann. Das waren nur 175MB Traffic für das gesamte Semester... Extern heisst hierbei, alles was nicht von der Uni zur Verfügung gestellt wird oder freigeschaltet ist (Seiten der anderen Unis in Adelaide, Bibliothekskataloge und einige Onlinedatenbanken). Naja, aber es gibts Cafés mit kostenlosem WLAN und es gibt ja die Möglichkeit sich zuhause einen Anschluss zu besorgen.
Australien und Australier

Kulturschock? Wohl kaum. Eher ein "Kulturerstaunen". Australien bzw. die australische Kultur ist einfach anders...Es ist schwer zu beschreiben wie es wirklich ist, man muss es wohl selbst erlebt haben. Die Menschen dort sind viel "wärmer", man wird überall offen und feundlich empfangen, wenn man ein Problem hat oder irgendetwas nicht versteht, versucht jeder einem weiterzuhelfen. Nicht zu vergleichen mit der "Berliner Schnauze" jedenfalls, vielleicht liegts einfach am besseren Wetter.
Jedenfalls ist diese Wärme genau das, was einem als internationaler Student wirklich zugute kommt. Was sonst noch? Hmm also: BBQs, Tim Tams, Iced Coffee ("it′s a Farmers Union Iced Coffee - or it′s nothing"), Aussie Football und Cricket (hab die Regeln und den Reiz bis heute nicht verstanden). Alkohol ist teurer als hier und gibt′s nur in Bottle Shops, in Pubs natürlich auch mit entsprechendne Preisen, an Stränden darf man meist eh keinen Alkohol trinken.
Die Leute sind von Gebiet zu Gebiet recht verschieden und immer etwas anders drauf (liegt einfach an den großen Entfernungen) und das Land an sich ist einfach wunderschön. Man findet immer wieder atemberaubende Ausblicke, einsame Strände, Regenwälder, Berglandschaften oder einfach nur kilometerweise nichts...
Naja, gibt sicher noch Unmengen mehr zu erzählen (Wenn ich was wirklich Wesentliches vergessen habe weist mich bitte darauf hin) aber es gibt ja auch dementsprechende Unmengen an Info im Netz.

Weitere Informationen unter: http://www.kindlkind.de/australien.php


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Erfahrungsbericht - Thorsten Neumann



Erfahrungsbericht: Study abroad an der University of Adelaide

1. Einleitung
Dieser Bericht soll eine kleine Hilfe für alle darstellen, die einen Teil ihres Studium im Ausland und insbesondere an der University of Adelaide (UA), Australien, verbringen möchten.

2. Bewerbung und Vorbereitungen:
Nur etwa vier Wochen nachdem ich meine Bewerbungsunterlagen zum Institut Ranke-Heinemann nach Essen gesandt hatte, habe ich auch schon die Confirmation-of-Entrolment (CoE) der UA erhalten. Der Antrag auf ein Student Visa, die Einschreibung in die Kurse, die Frage der geeigneten Unterkunft in Adelaide, das Arrangieren des Airport-Pick-Up und sonstige Reisevorbereitungen nehmen zwar einige Zeit in Anspruch, wirklich falsch machen kann man aber eigentlich nichts.
Insgesamt wird man durch das Institut Ranke-Heinemann in allen Belangen umfassend und vor allem schnell betreut. In meinem Fall hat die Universität vergessen mir meine Matrikelnummer zukommen zu lassen, die ich für die Einschreibung in die Kurse benötigt habe, auch das wurde aber dank Ranke-Heinemann innerhalb eines Tages gelöst.

3. Accommodation:
Ich habe mich vorwiegend aus Gründen der Bequemlichkeit dafür entschieden in der University of Adelaide Village zu wohnen. Das ist meiner Meinung auch die absolut beste Alternative für jeden, den die viel zu hohe Miete nicht stört. Accommodation für ein Semester kostet unglaubliche 3000 Euro dort. Dafür kann man allerdings auch einige Vorteile in Anspruch nehmen:
- Die Village ist die eindeutig bequemste Alternative, man erspart sich temporary accommodation, nervige Wohnungssuche in Adelaide und wird direkt vom Flughafen zur Village gebracht.
- Man lebt direkt in nächster Nähe mit den Leuten, mit denen man sein Semester, die Abende und die Vorlesungen verbringt. Als Grundregel gilt: Fast alle „Ausgeh-Abende“ unter den International Students starten in der Village.
- Die Village ist relativ zentral gelegen. Man ist schnell in der Innenstadt und im Central Market, den ich in Deutschland sehr vermissen werde.
- Die Leute in der Rezeption sind absolut nett, freundlich und helfen gerne bei allen kleinen Problemchen.
Das einzige worauf ich eben eindringlich hinweisen möchte ist der Preis. Zusätzlich zu der beschriebenen Miete fallen noch Extrakosten für Internet, Waschen, und Bettzeug an.
Alternativ würde ich empfehlen, eine Wohnung in Glenelg, sprich am Strand, zu suchen. Glenelg ist wohl der attraktivste Teil Adelaides, mit dem Strand, dem Partyleben und den Cafes vor allem am Jachthafen. Accomodation hier kostet etwa 60% von dem was man in the Village zahlen müsste.

4. Studium:
Es empfiehlt sich, sich möglichst frühzeitig, also am besten sofort wenn die Vorlesungen und deren Zeiten feststehen, für die entsprechenden Kurse einzuschreiben. Nur so ist garantiert, dass man auch einen Platz zu den gewünschten Vorlesungs- und Tutorienzeiten bekommt.
Ich habe ausschließlich undergraduate Kurse in Commerce, sprich BWL, belegt. Vom Niveau dieser Kurse war ich allerdings eher enttäuscht. Im Vergleich zur deutschen Lehre hangelt man sich hier praktisch ausschließlich an einem Textbook entlang, ähnlich wie in Deutschland an der Schule – akademisches Lernen findet leider nur begrenzt statt. Auch die Lektoren haben nicht die akademische Reputation wie ich das von meiner Heim-Universität gewohnt bin, es lehrt zum Beispiel nur ein Professor an der School of Commerce and der UA. Mit Abstrichen kann ich nur den Kurs „Strategic Management III“ empfehlen.
Auch der Workload hält sich in Grenzen, unter dem Semester ist es vielleicht etwas mehr als gewohnt, da einige Assignments geschrieben werden müssen, dafür hält sich der Lernaufwand für die Final Exams in Grenzen.

5. Die Stadt Adelaide:
Im Großen und Ganzen kann man in Adelaide sehr gut leben, klar ist aber auch, dass Melbourne und Sydney eine deutlich andere Liga sind. Adelaide bietet mit Glenelg eine schönen Strand, ein annehmbares und vor allem preiswertes Nachtleben und einige schöne andere Ecken. Die zwei Zentren der Stadt, Glenelg und die City, sorgen für ständige Abwechslung, es ist somit schwerer von der Stadt gelangweilt zu werden. Besonders hervorheben möchte ich noch, dass Taxis sehr billig sind und man in den meisten Pubs und Clubs keinen Eintritt bezahlt.

6. Australien:
In einem Wort: Phantastisch. Man weiß nicht wo man anfangen und wo man aufhören soll herumzureisen, es gibt so viel zu sehen. Die Weltstädte Sydney und Melbourne sind großartig, bieten praktisch alles was man sich vorstellen kann, und außerhalb dessen gibt es unzählige wirklich malerische und paradiesische Küsten, Buchten und Inseln überall auf dem Kontinent. Der limitierende Faktor ist hier eindeutig das Geld, sonst sollte man sich eigentlich unbedingt alles anschauen, inklusive Neuseeland und den Fiji Inseln.
Die Australier sind so offenherzig, freundlich und zuvorkommend, dass man zum Teil fast schon beschämt ist in Anbetracht all der Gastfreundschaft.

7. Fazit:
Ein Auslandssemester in Adelaide ist fast uneingeschränkt empfehlenswert, auf jeden Fall eine einmalige Erfahrung und bietet die Chance viele neue Freunde zu gewinnen sowie Australien nicht nur zu besuchen sondern auch zu erfahren.


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Erfahrungsbericht - Susanne Graf



Ich habe ungefähr ein Jahr vorher angefangen meinen Studienaufenthalt zu planen. Am Anfang habe ich das Internet nach Webseiten von Universitäten aus Australien durchsucht. Dabei ist mir die Website der University of Adelaide aufgefallen, und so habe ich mich genauer bei Ranke-Heinemann über diese Universität informiert. Nachdem die Fächer, die Empfehlung von Ranke-Heinemann und der Eindruck den ich von durch Website von der Uni hatte, gestimmt haben, hab ich mich bei der Uni beworben. Nach ca. 2 Monaten bekam ich das Studienplatz-Angebot, dass ich dann auch sofort mit der Bezahlung der Studiengebühren bestätigte. Leider hab ich daraufhin nicht sofort einen Flug gebucht, sondern erst nach erhalten des Visums!! Dies hatte zur Folge, dass ich nur noch einen recht teuren Flug bekommen habe. Daher mein Tip: Wenn man den Studienplatz annimmt, sofort einen Flug buchen, meistens kann man den dann immer noch kostengünstig um ein paar Tage verschieben. Das Visum hab ich übrigens innerhalb von 4 Wochen bekommen!! Nachdem ich dann ein Fax mit meinen Ankunftsdaten an die Uni geschickt hatte, hab ich ein Schreiben ca. 2 Wochen vor meinem Abflug per E-mail von der Universität erhalten, in dem mir mitgeteilt wurde , dass ich am Flughafen abgeholt werde, und dass ich dann zu meine temporary accomondation gebracht werde.
Am 11.02.03 habe ich mich dann endlich auf den Weg nach Adelaide gemacht. Dort angekommen, ist auch alles so eingetroffen, wie es in der E-mail beschrieben worden war. Ich wurde mit einigen Leuten zum Royal Adelaide Hospital, wo sich meine kurzzeitige Unterkunft befand, gefahren. Und ja, es ist wirklich ein Krankenhausflügel!! Man lebt dort ca. mit 40 anderen auf einem Stockwerk, so dass man hier bereits anfängt erste Kontakte zu knüpfen. Während der Fahrt haben alle ein Informationspaket bekommen. Darin enthalten waren Buspläne, Stadtpläne und Infos, wie es weitergeht.
Im Hospital angekommen, hab ich nur kurz meine Sachen ausgepackt, und bin dann erstmal ein bißchen durch die Stadt gelaufen. Die City von Adelaide ist zwar zu Fuß gut zu bewältigen, man sollte aber die Distanzen nicht unterschätzen. Man kann hier auch 30 min für einen auf der Karte "kurzen Weg" brauchen!!
Den Jet-Lag hab ich egentlich ganz gut verkraftet. Am ersten Abend hab ich`s aber doch nur bis um 20 Uhr ausgehalten, danach mußte ich dann ins Bett. Insgesamt würde ich sagen, dass man ca. 1 Woche etwas verwirrter als sonst durch die Gegend läuft :-).
Am nächsten Tag bin ich dann, wie mir im Willkommens-Brief gesagt wurde, ins Welcome Center. Dort hab ich eine kleine Einführung über die Uni, noch mehr Info-Material und Wissenswertes über die Welcome-Woche bekommen. Während den zwei Wochen gibt es Seminare über Wohnungs-Suche (war ganz ok, gehalten hab ich mich an die Ratschläge nicht :-), Budget-Planung (für Leute, die noch nie alleine gelebt haben ganz interessant, glaub ich), Verkehrssystem in Adelaide (sehr gut!!, ist nämlich um einiges anders als in Deutschland), Sicherheit und Gesundheit (unbedingt hingehen!!) und noch über wie Schreib ich einen Essay/Bericht (naja, das hatten wir eigentlich schon alles am Gymnasium). Das Welcome-Center war sehr gut!! Dort hatte man immer einen Ansprechpartner, wenn etwas nicht klar war, oder man einfach nur jemanden zum ratschen brauchte. Außerdem hat man sich dort immer mit den anderen internationalen Studenten getroffen :-).
So und nun zur Wohnungssuche: Es ist eine rießige Herausforderung, die aber bis jetzt JEDER gemeistert hat. Es gibt an der Uni ein Accomondation Center, zu dem jeder internationale Student eine Hass-Liebe pflegt :-). Man hat dort die Möglichkeit umsonst Leute anzurufen, und eine Datenbank zu durchsuchen, die mit sämtlichen freien Räumen, die es zur Zeit in Adelaide gibt, gefüllt ist. TIP: Die University of South Australia ist auch in Adelaide. Die sind viel größer, und haben daher auch eine größere Datenbank. Daher lohnt sich ein Blick in diese Datenbank!!! Außerdem liegen Zeitungen von Wohnungsangeboten aus. Der Durchschnittssuchende braucht ca. 4-5 Tage. Wenn die Ansprüche höher sind, oder man nicht so viel Glück hat, kann es auch 2 Wochen dauern. Da man die Temporary Accomonadtion allerdings nur ne Woche hat, setzt man sich selber etwas unter Druck, dass man ein Zimmer in einer Woche findet. Bei uns war das Problem, dass es hieß man könnte verlängern, aber leider ging es dann doch nicht. Es gibt allerdings viele Bed&Breakfast, so dass man sich NICHT STRESSEN muß!!!! Wie gesagt, jeder findet eine Unterkunft!!! Es gibt auch einige die im Semester nochmal umziehen. TIP: Man braucht nicht unbedingt eine Wohnung in Adelaide oder North Adelaide. Wenn man gerne Rad fährt, kann man sich hier recht günstig (ich hab meins neu im Supermarkt mit Schloß und Licht und Helm [hier ist Helmpflicht] für 150 Dollar gekauft) ein Rad kaufen. Dadurch spart man sich ca. 30 Dollar pro Woche Miete, man ist unabhängig vom öffentlichen Transportsystem und tut seinem Körper viel gutes :-). Viele Studenten, die nur ein Semester hier studieren und nicht so oft in der Woche an die Uni müssen, nehmen sich ein Zimmer am Strand.
Ich habe nach 3 Tagen durch viel Glück ein Zimmer in Black Forest, das ist 25 min von der Uni und 30 min vom Strand mit dem Fahrrad entfernt, gefunden. Ich hab mir dann auch noch für 10 Dollar/Monat eine Flate-Rate zugelegt. Ok, man darf zwar nur 71 MB im Monat downloaden, aber das ist für Chat-Programme in Ordnung. Außerdem kann man hier einen Dial-Up-Service von der Uni nutzen, mit dem man auch sehr günstig ins Internet kann. Für genauere Infos einfach auf der Uni-Seite nachschauen.

Die University of Adelaide:
Vorteile allgemein:
- sehr gutes Web-Angebot!!
- nette Dozenten (hier dutzt man die Dozenten!!)
- sehr nettes Personal, besonders im Internationalen Zentrum, immer hilfsbereit!!
- ein Gebäude nur für Studenten mit nem Fitness-Center, ner Bar, zwei Cafes usw.
- das Uni-Gelände sieht sehr schön aus (Napier Building ausgeschlossen)
- Uni liegt genau in der Kultur-Meile (d.h. Gallerien und Museum nebenan)

Nachteile allgemein:
- man darf insgesamt nur 150 MB Traffic auf uniexternen Seiten verursachen
- am Anfang etwas unübersichtliches Gelände, aber mit der Karte von der Uni, mit der man sich gleich als Neuling outet, findet man eigentlich alles

Vorteile Informatik:
- alles ist sehr praktisch; in jedem Fach hat man Programmieraufgaben, die in die End-Note eingehen

Nachteile Informatik:
- wenige Fächer insgesamt

Bzgl. neue Leute kennenlernen:
Im Accomondation Center, im Hospital, im Welcome Center, aufm O-Camp und während dem Studium lernt man viele Leute kennen. Am Anfang zwar eher nur internationale Studenten, aber nach ner Zeit auch Einheimische. Gerade im Accomondation Center und im Welcome Center sind viele "Leidensgenossen", die den Frust, wenn man gerade wieder ne Wohnung angeschaut hat, die unzumutbar war, verstehen, und die auch froh über neue Kontakte sind!! Da die Australier sehr offene Menschen sind, findet man schnell Anschluß.

Alles in allem bereue ich diesen Schritt auf gar keinen Fall!! Der ganze Aufwand hat sich gelohnt. Und man sollte, wenn man an Australien interessiert ist, sich nicht von der Distanz abschrecken lassen. Man kann durch E-mail, Chat-Programme und Telefonate sehr gut Kontakt zu seinen Freunden und seiner Familie halten. Telefonieren ist hier übrigens auch sehr billig ca. 2,5 Cent/Minute!! Man muß sich nur eine Telefonkarte kaufen und nicht mit Telstra telefonieren (im Moment ist Go Banana recht gut, kann sich aber von Monat zu Monat ändern). Viele meiner neuen Freunde und ich verspühren somit keinerlei Heimweh!! Und die Zeit vergeht so schnell, da man täglich neues erlebt!!


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Erfahrungsbericht - Rudolf Gati



Alles begann im März 2000. Ich saß mit einem Kommilitonen zusammen bei einer Tasse Kaffee und wir unterhielten uns darüber, wie wichtig es doch für die spätere Kariere ist, ein oder zwei Semester im Ausland studiert zu haben. Wir waren beide fest entschlossen zu gehen, doch die große Frage war: Wohin? Es ist sehr schwer zu entscheiden, wenn man alle Möglichkeiten offen hat, und es erfordert sorgfältige Überlegungen und Recherchen. Ich unterhielt mich mit einigen Leuten, die schon im Ausland gewesen waren, oder auch planten ins Ausland zu gehen, über Ihre Ideen, Erfahrungen und Erlebnissen, und entschied mich recht schnell in ein Land zu gehen, in dem die offizielle Sprache Englisch ist, damit ich nicht nur die Vorlesungen besuchen, sondern auch versuchen kann in das Alltagsleben der Einheimischen eingebunden zu werden. Als ich schließlich das Kursangebot von Adelaide im Internet gefunden habe, fasste ich den Entschluss, dass ich es versuchen sollte dorthin zu kommen. Glücklicherweise war ich früh genug dran und konnte alle zur Bewerbung benötigten Unterlagen zusammenbekommen. Sogar die Empfehlungen von meinen zwei Professoren waren rechtzeitig fertig, wenn auch nur ein Tag vor dem Abgabeschluss. Die schwierigste Entscheidung aber war, welche Kurse ich denn nun tatsächlich machen wollte, es waren viele interessante Möglichkeiten. Ich musste mir zuerst darüber klar werden, dass die getroffene Entscheidung nicht endgültig war und suchte mir die Kurse aus, die mir am besten gefallen haben und von denen ich dachte, dass sie mir zu meinem Diplom angerechnet werden könnten. Als ich dann eine Weile nach der Abgabe der Bewerbung einen Brief erhielt, dass ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, war ich überglücklich und begann mich auf alle möglichen Fragen vorzubereiten. Die große Nervosität kam erst kurz vor dem Gespräch. Ich wusste, dass viele Leute eingeladen wurden und ich war auch im klaren darüber, dass es nicht all zu viele Plätze zu vergeben gab, doch glücklicherweise lief das Gespräch besser ab als erwartet. Trotzdem dachte ich, dass es zu unwahrscheinlich sei, dass ich genommen wurde. Eine Woche später lag ein Brief vom Auslandsamt auf meinem Tisch, ich war der Überzeugung, dass ich eine Absage darin finden würde und öffnete den Brief eher gelassen. Als ich aber die Nachricht las, dass ich genommen wurde, war ich aus dem Häuschen, ich konnte es einfach nicht fassen. Es dauerte noch einige Tage, wenn nicht gar Wochen, bis ich begriff, was das für Konsequenzen mit sich brachte. Und die ganze Mühe sollte schließlich belohnt werden.

Nun gingen die Vorbereitungen aber erst richtig los. Außer den von der Uni Adelaide benötigten Unterlagen mussten auch noch viele andere Dinge erledigt werden. Die ärztliche Untersuchung, die für das Studentenvisum benötigt wird, ließ ich über mich ergehen und sendete dann die ganzen Unterlagen zur australischen Botschaft. Uns wurde gesagt, dass diese Prozedur 6 bis 8 Wochen dauern würde, deswegen war meine Überraschung ziemlich groß, als ich 2 Wochen später das Visum in der Hand hielt. Und da das Visum bis März 2002 gültig war, ließ das sogar noch Spielraum für anschließende Reisen offen.
Nachdem endlich alles erledigt war, näherte sich schon der Beginn des ersten Semester in Adelaide und da ich rechtzeitig zur Einführungswoche dort sein wollte, beschloss ich einige Tage vor dem Ende des Wintersemesters Deutschland zu verlassen. Nach einem langen Flug landete ich um 6 Uhr morgens an einem Sonntag in Adelaide und wurde dort von Australischen Studenten abgeholt, die mich dann zu meiner vorübergehenden Unterkunft ins Royal Adelaide Hospital brachten, nachdem sie mir noch kurz die Stadt und die Universität gezeigt und mir meine Unterlagen überreicht haben. Ich war sehr positiv überrascht über den freundlichen Empfang und die Hilfsbereitschaft, die mir dort entgegengebracht wurde. Die Unterkunft war zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber für die eine Woche die ich dort bleiben durfte war das überhaupt kein Problem. In dieser Woche wurden uns weitere Informationen über das Land, die Stadt und natürlich auch über die Universität gegeben und uns erklärt, wie alles abzulaufen hat und was gemacht werden muss, damit man auch in die Kurse eingeschrieben wird, die man machen möchte. Eigentlich lief das ganze ja recht unbürokratisch ab, trotzdem mussten einige Formulare ausgefüllt und Unterschriften von verschiedenen Professoren gesammelt werden. Ich hatte überhaupt keine Schwierigkeiten und konnte schließlich alle Vorlesungen besuchen, die ich mir ausgesucht hatte, die einzige Unannehmlichkeit war, dass zwei der Kurse gar nicht statt gefunden haben und ich mir etwas anderes suchen musste, was aber auch gar kein Problem war.

Ich hatte große Befürchtungen, dass ich in der kurzen Zeit keine permanente Bleibe finden würde, aber glücklicherweise bekam wir viel Unterstützung vom International Student Center und innerhalb nur einiger Tage fand ich ein Haus, in das ich mit einem Freund einzog und bis zum Ende des zweiten Semester blieb. Das Leben in Australien ist eher relaxter als in Deutschland, die Menschen sind generell freundlich und es ist sehr leicht Kontakte zu knüpfen. Besonders weil sie sehr am Ausland interessiert sind und sie alles nur erdenkliche erzählt bekommen möchten. Andererseits sind sie auch sehr hilfsbereit und erzählen auch sehr gern über ihr Land. Nahrungsmittel und Kleidung sind in Australien eher billiger als in Deutschland, außer es handelt sich um importierte Waren, deswegen war es für mich problemlos über die Runden zu kommen.

Die Vorlesungen in Australien waren ganz anders als die in Deutschland, was zum Teil auch daran gelegen haben mag, dass ich in Deutschland noch mein Vordiplom gemacht und in Australien dann das Hauptstudium begonnen habe. Die Vorlesungsart gefiel mir sehr, es waren nur wenig Leute in den einzelnen Kursen (es waren normalerweise nur 4-8 Studenten) und die Professoren konnten dann auf Fragen und Probleme intensiver eingehen. Die Hausaufgaben hatten auch einen anderen Stellenwert, wie die in Deutschland, in Australien zählen diese als ein Teil der Endnote und mussten deswegen vollständig bearbeitet werden, was eigentlich für das Verständnis der einzelnen Stoffgebiete gut ist, aber diese mussten alleine gelöst werden, was natürlich nicht sehr förderlich für die Teamwork-Fähigkeit war. Die meisten Prüfungen waren denen in Deutschland ganz ähnlich, jedoch hatte ich dort keine mündlichen Prüfungen und es gab Take-Home-Exams, bei denen man dann eine bestimmte Zeit bekommen hatte um die Aufgabenm zu bearbeiten, diese konnten aber mit jeglichen Hilfsmitteln und überall gelöst werden. Natürlich durfte man sich mit den anderen über die Aufgaben nicht unterhalten. Im großen und ganzen haben mir die Vorlesungen sehr gut gefallen und mir auch sehr viel in meinem Studium weitergebracht. Beide Wahlpflichtfächer wurden anerkannt und ich konnte auch noch einige Vorlesungen besuchen, die mich sehr interessiert haben, ich in Deutschland aber möglicherweise keine Zeit dafür gefunden hätte.

Im großen und ganzen kann ich den Aufenthalt in Australien jedem nur ans Herz legen, der aufgeschlossen gegenüber anderen Kulturen ist, gerne reist und gerne neue Leute kennenlernt. Dieser Aufenthalt brachte mich nicht nur fachlich und sprachlich weiter, sonder ich lernte auch sehr viel über das Leben und die Kultur Australiens, und ich war glücklicherweise auch in der Lage vielen Leuten über meine Heimat und meine Universität zu berichten. Dieses Jahr ist mit Erfahrungen und Erlebnissen verbunden, die ich mein ganzes Leben mit mir tragen werde und die mich auch ein Stück weit geprägt haben. Ich bin fest entschlossen Australien und meine Freunde in Adelaide wieder zu besuchen und hoffe dass ich möglichst bald Zeit dazu finden werde.


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Erfahrungsbericht - Daniel-Jens Kusterer



Vorbereitung

Das wichtigste an der Vorbereitung ist rechtzeitig damit zu beginnen. Vor allem für die Bewerbung ist es wichtig sich über die dortigen Studienmöglichkeiten zu informieren. Das Internet bietet für diesen Zweck die aktuellsten Informationen. Australische Dozenten sind in der Regel auch gerne bereit weitere Fragen per E-Mail zu beantworten. Insbesondere können Frage wie 'welche Vorteile für mich hat ein Studium in Australien gegenüber einem Studium in anderen Ländern' für Gedanken zur Bewerbung nützlich sein.

Im Moment bestehen die australischen Unis noch auf einen TOEFL Test. Der Test ist nicht zu bedenklich, allerdings schadet ein Auffrischen des Schulenglisch nicht. Der Test nicht ganz billig und nur in München oder Frankfurt abzulegen. Weitere Information gibt es im Internet unter http://www.toefl.org. Es lohnt sich also abzuklären ob es inzwischen Alternativen zum TOEFL gibt.

Nach der Aufnahme in das Austauschprogramm sollten dann möglichst bald Anträge auf Auslandsbafög, Reisekostenzuschüsse und natürlich auch für das Visum gestellt werden. Ausserdem ist es wichtig sich wirklich rechtzeitig, also mindestens 4 Monate vor Abreise, um einen Flug zu kümmern. Normalerweise gibt es auf der Asien-Australienstrecke nur 20 kg Freigepäck, allerdings geben einige Fluglinien auf Anfrage für Sportgeräte oder Bücher 10 kg zusätzlich. Falls 30 kg nicht ausreichen solltet Ihr Euch zusammentun und Zusatzgepäck mit einer Spedition versenden. Eine Alternative hierzu ist der Flug über die USA. Hier gibt es mit ca. 60 kg deutlich mehr Freigepäck. Bei mir wurde auch das Gewicht des Handgepäcks genau kontrolliert. Falls für die Anreise genügend Zeit zur Verfügung steht, ist ein Stopover eine gute Möglichkeit den Flug stressfreier zu gestalten.
Noch zu erwähnen ist das sehr gelungene und informative Vorbereitungstreffen für das BW-SA Austauschprogramm in Stuttgart. Anwesenheit ist ein unbedingtes Muss.

Ankunft

Der Flug ist lang, aber auch ohne Stopover zu schaffen. Dazu blieb mir aufgrund der Überschneidung der Einführungswoche mit der letzten Semesterwoche in Tübingen leider auch gar keine Zeit. Den langen Aufenthalt in Singapur kann man am Freibad ganz gut verbringen.
In Adelaide angekommen wird man auf Wunsch von der Uni abgeholt und in eine zeitweilige Unterkunft gebracht. Dieses Angebot anzunehmen ist auf jeden Fall empfehlenswert. Freundliche Mitarbeiter der Uni, die vom Flug und den Quarantänekontrollen geräderte Studenten gerne wieder aufbauen, erwarten einen am Flughafen. Ausgestattet mit einem 'Survival Pack', Informationen über Uni und Stadt, Müsliriegel, Tütensuppe und etwas zu trinken, wird man im Royal Adelaide Hospital (RAH) abgeliefert. Der Residential Wing des Krankenhauses dient der Uni als Unterkunft. Die meisten Zimmer sind ohne Klimaanlage. Man bekommt also die Hitze des australischen Sommers direkt zu spüren. Das RAH liegt sehr zentral und in unmittelbarer Nähe der Uni. Das ist besonders in der O-Week sehr geschickt, man kann das kostenlose Frühstück und Mittagessen auf dem Campus nutzen.

Zimmersuche

Im RAH ist man für eine Woche untergebracht. Das reicht aus um sich in Ruhe nach einer Wohnung umzuschauen. Die Wohnungssituation ist entspannter als in Tübingen, ausserdem hilft das International Office mit Accomodation Kursen, Recherchedatenbanken und kostenlosen Telefonen bei der Suche. Die schwarzen Bretter sind ebenfalls eine gute Möglichkeit um WG's zu finden. Die Auswahl an Wohngegenden ist in Adelaide riesig. Ob Strand, Berge, Uninähe oder an den Parklands, es finden sich überall Wohnmöglichkeiten. Ich habe in Thebarton nahe am River Torrens gewohnt. Am Fluss entlang waren es zehn Minuten mit dem Fahrrad zur Uni und somit auch zur Innenstadt. Ich habe in einer WG mit zwei Australiern gewohnt. Um die Sprache besser zu lernen und mehr Aussies kennenzulernen ist das sicher die beste Wohnmöglichkeit.
Das International Office hat auch eine Liste mit Geschäften in denen man billige Möbel bekommt. Zu erwähnen sind da die sogenannten 'Op-shops' der Heilsarmee. Dort habe ich einen Schreibtisch für 10 Dollar gekauft. Es gibt auch noch die 'Cash-Converters' in denen man Gebrauchtwaren aller Art bekommt.

O-Week

Vor Semesterbeginn gibt es zwei Orientierungswochen, sogenannte O-weeks. Eine für internationale Studenten und eine Woche später die für alle Studienanfänger. Die internationale o-week hat sich mit der letzten Semesterwoche in Tübingen überschnitten, deswegen bin ich erst am Wochenende vor der normalen o-week in Adelaide angekommen. O-week ist die ideale Zeit um in das Unileben einzutauchen und Leute kennenzulernen. Es gibt viele Informationsveranstaltungen, die Vereine stellen sich vor und auf dem Campus sind viele Parties und Konzerte. Vereine spielen an einem australischen Campus eine sehr grosse Rolle. Es gibt nicht nur die Möglichkeit Sport zu treiben, sondern auch die sozialen Aktivitäten werden gross geschrieben. Die Vereine sind auch eine gute Möglichkeit ohne eigenes Transportmittel das Land kennenzulernen. So macht zum Beispiel der Mountainclub, regelmässig lohnende Ausflüge. Darunter ist der o-walk ein Erlebnis, das ich nur jedem empfehlen kann. Es gibt eine fast unbegrenzte Auswahl, mit Tauchen, Klettern, Surfen, Wasserski, oder auch so ausgefallenen Sportarten wie Cricket und Lacrosse. Wer den Aussies Deutschland ein wenig näherbringen möchte und gerne Kaffee und Kuchen geniesst ist im German Club richtig. Einem Club beizutreten kostet in der Regel 10 Dollar für zwei Semester, aber das ist nichts verglichen mit den Leistungen der Clubs.
Die Kurswahl erfolgt auch in dieser Zeit, obwohl man in den ersten Semesterwochen noch wechseln kann. Die Anmeldung zu den Kursen ist noch bürokratischer als in Deutschland, aber die freundlichen Menschen im International Office beantworten alle Fragen.
Allgemein fühlt man sich am Campus manchmal, aber besonders während der O-week, etwas alt. Die meisten Australier, die das Studium anfangen sind zwischen 17 und 19 Jahre alt. Deswegen gibt es während dieser Zeit Alkohol nur mit ID und alle Campusparties enden um 24 Uhr.

Campus

Der Campus schafft mit einer Mischung aus schattigen Plätzen, Rasenflächen, alten und neuen Gebäuden eine angenehme Studienatmosphäre. Es gibt Möglichkeiten etwas zu essen, eine Bar, Bücher und billige CDs zu kaufen. Die Bibliothek ist gross und gut ausgestattet. Hin und wieder gibt es kostenlose, oder zumindest billige, typisch australische Barbeques (Barbies) veranstaltet von diversen Clubs.

Physik – CSSM

Ich studiere Physik und habe in Adelaide am Center for Subatomic Structures of Matter
(CSSM) eine zehnmonatige Forschungsarbeit gemacht. Die wenigen Dozenten die ich deswegen kennengelernt habe waren alle sehr freundlich und hilfsbereit. Die Studienatmosphäre war noch entspannter als in Tübingen, allerdings wird in den Kursen während des Semesters mehr Mitarbeit in Form von Assignments verlangt als hier. Für Physikstudenten, die sich für Quantenfeldtheorie interessieren kann ich Adelaide nur empfehlen. Das CSSM ist dafür der wohl beste Platz auf der Südhalbkugel und excellent ausgestattet. Für den Bereich Lattice Gauge Theory steht ein Grossrechner zur Verfügung und die Dozenten sind, ebenso wie die Arbeitsatmosphäre, kurzgesagt genial.

(Mittag-)Essen

In der Informationsmappe, die das International Office zu Beginn ausgibt, sind die Adressen der verschiedenen Foodcourts. Das billigste und am athentischten asiatische Essen bekommt man an der Markthalle. Dort gibt es auch ausserhalb des Foodcourts einige asiatische Schnellimbisse. Allerdings ist es ein Stück von der Uni zum Markt, so dass die Mittagspause etwas länger sein sollte um dort essen zu können. Auch an der Rundle Mall gibt es einige Foodcourts, so dass es genug Wahlmöglichkeiten gibt. Es lohnt sich übrigens immer nach Studentenpreisen zu fragen. Auf dem Campus selbst gibt es im Union Building auch noch mehrere Möglichkeiten Essen zu bekommen. Viele Restaurants in der Rundle Street bieten auch billige Mittagstische an. Von den Fast Food Ketten möchte ich noch 'Subway' mit wirklich guten, vieleicht nicht ganz billigen, Baguettes erwähnen.
Für den Einkauf gibt es in der Innenstadt zwei Supermärkte. Woolworth's in der Rundle Mall und Coles am Markt. Der Markt ist die beste Möglichkeit Frisches und Ausgefallenes zu bekommen. Es gibt sogar echtes Schwarzbrot. Kurz vor Verkaufsschluss gibt es auf dem Markt immer wieder Schnäppchen. Falls der Markt geschlossen hat, gibt es in der Bäckerei am Markt gutes Brot. Für Freunde der asiatischen Küche gibt es um den Markt viele Geschäfte mit asiatischen Lebensmitteln.

Abends

Es muss wieder der vielzitierte Satz sein, 'Adelaide ist die Stadt der Kirchen und neben jeder Kirche steht auch ein Pub'. Das trifft die Situation ganz gut. Zentren des Nachtlebens sind die Rundle Street und North Adelaide. Es gibt aber darüber hinaus noch genug Pubs und Clubs zu entdecken. Die höchste Restaurantdichte hat wohl die Rundle Street. Ausgehen ist generell etwas billiger als in Deutschland und deutlich billiger als in Sydney und Melbourne. Kinos sind Montags billiger und haben ansonsten Studentenpreise. Ich habe in Adelaide fast immer nur halbleere Kinos erlebt, also reservieren ist nicht unbedingt nötig. Livemusik in Pubs ist sehr populär. Man findet immer irgendwo ein gutes Konzert. Es gibt auch noch Oper und Theater in der Stadt.

Fortbewegung

Im Zentrum kann man sehr viel zu Fuss erreichen. Ansonsten ist das Fahrrad das ideale Fortbewegungsmittel für Adelaide. Die Stadt ist fast eben, es gibt viele Radwege und Parks. So kann man am River Torrens entlang vom Meer durch die Stadt in die Adelaide Hills fahren ohne auf die Strasse zu müssen. Um an ein Fahrad zu kommen gibt es mehrere Möglichkeiten, entweder ein Gebrauchtes von Privat oder einem 'Cash Converter', oder ein Neues. Einen guten Fahrradladen gibt es zum Beispiel in der Rundle Street. In Australien besteht Helmpflicht, man muss sich also auch gleich noch einen Helm beschaffen. Ausserdem ist ein gutes Schloss eine lohnende Investition. Laufräder und Sättel, die nur mit einem Schnellspanner befestigt sind, sollten auch gesichert werden. Der grosse Vorteil mit dem Fahrrad ist die Unabhängigkeit von Busfahrplänen. Die Busse fahren vor allem Abends sehr spärlich und der letzte Bus fährt in der Regel gegen 23.30 Uhr.
Der öffentliche Nahverkehr in Adelaide ist nicht schlecht, wenn auch nicht so gut ausgebaut wie in Tübingen. Der Nachteil ist, dass keine Fahrpläne an den Haltestellen aushängen. Diese muss man sich in der Verkehrszentrale abholen. Ebenfalls gibt es keine Monatskarten, sondern nur Zehnerkarten. Noch zu erwähnen sind die beiden kostenlosen Buslinien in der Innenstadt. Mit der 99B und 99C kommt man umsonst von der Uni zum Markt, oder zum Victoria Square. Von dort kann man dann die einzige Strassenbahn Adelaides nach Glenelg nehmen. Als Gegenstück zur Strassenbahn fährt zu den Nordöstlichen Stadbezirken die O-Bahn. Normale Busse, die auf Betonschienen geleitet werden und so deutlich schneller sind als im Stadverkehr. Dadurch wird die Fahrzeit in diese Stadbezirke deutlich verkürzt. Für den Grossraum Adelaide gibt es auch noch ein Schnellbahnsystem, welches auch für Wochenendausflüge interessant ist.
Obwohl die Stadt flach ist sind Inline-Skates eindeutig nicht für die Fortbewegung in Adelaide geeignet. Der Strassenbelag ist auf den meisten Geh- und Fahrradwegen viel zu rau. Falls man dennoch einmal auf Rollen unterwegs ist, so muss man auch damit einen Helm tragen. Bei Verletzung der Helmpflicht kann es 50 Dollar Strafe geben. Allerdings sind die Polizisten meistens kulant, vor allem wenn man noch ein wenig einen Akzent auflegt.

Freizeit

Adelaide ist im Grunde genommen ein grosses Dorf, aber genau diese ruhigere Atmosphäre sorgtg für sehr angenehme Studienbedingungen. Trotzdem sollte man neben lauter studieren den Freizeitausgleich nicht vergessen. Als Freizeitmöglichkeit gibt es unter anderem Tauchen, Klettern, Bushwalking und Surfen. Sämtliche Outdooraktivitäten stehen bei den Aussies hoch im Kurs. Natürlich darf auch hin und wieder ein Barbie (BBQ) nicht fehlen. Bei allem ist draussen immer auf genügend Sonnenschutz zu achten.
Gegenden die sich unbedingt für Ausflüge lohnen sind unter anderem Kangaroo Island (KI), die Flinders Ranges, die Grampians und das Barossa Valley. Natürlich ist die Auswahl nicht repräsentativ. Für weitere Anregungen kann ich den 'Lonely Planet - Australia' Reiseführer wärmstens empfehlen.

Weiteres

Der Aufenthalt in Adelaide war aus meiner Sicht einmalig. Ich kann die Stadt und die Uni nur empfehlen.
Auf meiner Homepage http://homepages.uni-tuebingen.de/student/daniel-jens.kusterer sind Bilder und weitere Informationen verfügbar. Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. Am besten per Mail unter djk@thespacestation.org


Seitenanfang - Auslandsstudium in Australien - The University of Adelaide

Erfahrungsbericht - Kai Dobslaw



Teil 1

Um das Ergebnis quasi im Urteilsstil vorwegzunehmen: Ein Auslandsstudium an der University of Adelaide ist uneingeschränkt zu empfehlen!

Auf die ersten Wochen in Adelaide, die Wohnungssuche, sowie ausseruniversitäre Aktivitäten gehen die Berichte von Gordon und Magnus noch genauer ein. Allgemein kann man sagen, das vom International Programs Office der Universität veranstaltete Programm, erleichtert es sehr, sich einzuleben. Von wertvollen Informationsveranstaltungen zur Wohnungssuche, über Ausflüge in die nähere Umgebung bis hin zu einer Einführung in die Eigenarten der australischen Lebensart, wird alles angeboten. Bekanntschaften werden schnell geschlossen und es fällt nicht schwer sich in der neuen Umgebung wohl zu fühlen. Ich möchte mich hier auf eine Beschreibung des Studiums und der Law School allgemein sowie einiger der Kurse beschränken.


Die Atmosphäre an der Law School der University of Adelaide ist angenehm entspannt. Die Professoren und Dozenten haben jederzeit ein offenes Ohr für Probleme und es herrschen lockere Umgangsformen. Ungewöhnlich, und für einen deutschen Studenten gewöhnungsbedürftig, mag erscheinen, dass die Professoren mit ihrem Vornamen angeredet werden. Das Handbuch der Law School spricht in diesem Zusammenhang sogar von einer "official policy"! All das schafft eine Umgebung in der es nicht schwerfällt, sich wohlzufühlen.

Die juristische Ausbildung in Australien ist vollkommen anders organisiert als in Deutschland. Im Laufe eines 3-5 jährigen Studiums muss eine Anzahl von Kursen belegt werden. Zu den Hauptkursen, die von allen Studenten belegt werden müssen zählen Contract, Torts, Property, Trusts u.a.. Neben diesen zentralen Fächern müssen dann noch einige der sogenannten "electives", die jeder selbst nach Interesse wählen und zusammenstellen kann, belegt werden. Die Hauptkurse mit einem Wert von 6 Punkten laufen über ein Jahr während die meisten "electives" über ein Semester laufen und 3 Punkte Wert sind. Nach Bestehen der Kurse werden diese Punkte gutgeschrieben und hat man dann eine bestimmte Anzahl Punkte angesammelt, ist der Abschluss verdient und man darf sich nach feierlicher Überreichung der Urkunde "Bachelor of Laws (LLB)" nennen. Für Einzelheiten empfehle ich allerdings im aktuellen Handbuch der Law School über deren Internetadresse (http://www.law.adelaide.edu.au) nachzuschauen, da die Ausbildungsvorschriften überarbeitet wurden und ab 1999 andere Regeln gelten.

Diese Art der Ausbildung hängt sicherlich auch damit zusammen, dass am Ende der Ausbildung in Deutschland aufgrund des inquisitorischen Charakters des Gerichtssystems die Befähigung zum Richteramt steht, während die Studenten in Common Law Ländern zielgerichtet zum Anwalt ausgebildet werden. Aus diesem Grund wird während eines juristischen Studiums auch viel mehr Wert auf die sogenannten "legal skills" gelegt, die jeder Anwalt früher oder später beherrschen muss. In Wettbewerben und Kursen werden in den sogenannten "Moot Courts" rhetorische Fähigkeiten und die Fallrecherche kontinuierlich geübt und weiterentwickelt.


Im Vordergrund des juristischen Studiums stehen weniger wissenschaftliche juristische Streitigkeiten, vielmehr werden Fälle immer vor dem Hintergrund der Frage "Was will mein Klient?" beleuchtet. Dies schlägt sich auch in den Examina wieder, die in der Regel am Ende des Jahres stattfinden. In diesen wird man mit mehreren Fragen bzw. Sachverhalten konfrontiert, die man dann einer Lösung zuführen muss. Von einem peinlich genauen Gutachtenstil kann man sich hier auch verabschieden. Zwar ist die Beachtung einer gewissen Form hilfreich, aber im allgemeinen gilt, es zählt das Ergebnis und nicht der Weg. Für die Beantwortung einer Frage hat man in der Regel nur eine Stunde Zeit. Dies, obwohl die Sachverhalte teilweise recht komplex sind und viele juristische Fragen enthalten. Allein dieser Umstand bringt es schon mit sich, dass eine Lösung vergleichsweise kurz und prägnant ausfallen muss.

Es handelt sich ausserdem fast ausschliesslich um sogenannte "Open Book Exams". Das heisst, beliebige Bücher und Notizen, dürfen während der Klausur verwendet werden. Davon sollte man sich allerdings nicht täuschen lassen. Der Zeitdruck ist enorm und wer nicht vorbereitet ist, hat kaum Chancen, zu bestehen.

Dazu ist jedoch zu sagen, dass man im Kurs recht gut auf die Examina vorbereitet wird. Wenn man die Vorlesungen mit den dazugehörigen "Reading Materials" halbwegs aufmerksam verfolgt, kann es keine unangenehmen Überraschungen geben. Hinzu kommen die vorlesungsbegleitend angebotenen Seminare, in denen Übungsfälle besprochen werden, die zielgerichtet auf das Examen vorbereiten. Es kommt nicht selten vor, dass Examensfragen aus abgewandelten Seminarfällen bestehen.

Die Examina am Ende eines Semesters bzw. am Ende des Jahres nehmen für die australischen Studenten einen völlig anderen Stellenwert ein, als etwa bei uns die Klausuren zu den Scheinen. Da die Ergebnisse der Klausuren direkten Einfluss auf den "degree" haben, geht es für viele um mehr, als "nur" zu bestehen. Die Konkurrenz ist hart und der von manchen Australiern an den Tag gelegte Ehrgeiz ist erstaunlich. Nicht selten werden ganze Vorlesungen mit dem Diktiergerät aufgenommen und anschliessend zu einem Skript verarbeitet. Da im Examen nichts abgefragt wird, das nicht auch in der Vorlesung behandelt wurde, stehen solche Skripten hoch im Kurs. Gebunden und mit einem ausführlichen Index sind sie in den Klausuren Gold Wert. Den Erstellern solcher "Meisterwerke" bringt ihr Verkauf teilweise bis zu $100 pro Skript ein.

Von solchen Dingen sollte man sich aber nicht abschrecken lassen. Wer die Vorlesungen mitverfolgt, die Seminare regelmässig besucht und hin und wieder mal in ein Lehrbuch schaut, hat sehr gute Chancen zumindest zu bestehen.

Die Art des Leistungsnachweises in den einzelnen Kursen oder das sogenannte "assessment scheme" ist im übrigen bei allen Kursen recht flexibel. Teilweise haben die Studenten zu Beginn des Jahres sogar selbst Einfluss darauf. Meist wird ein Durchschnitt zu unterschiedlichen Prozentanteilen aus mündlicher Mitarbeit im Tutorium, einer Hausarbeit und der Klausurennote errechnet, der dann die Kursnote wiedergibt. Nichterbrachte Leistungen können teilweise durch alternative Arbeiten kompensiert bzw. schlechte Ergebnisse in den Examina können aufgewertet werden.


Australian Legal History

Wie der Name schon sagt geht es hier um Australische Rechtsgeschichte. Im Vordergrund steht dabei vor allem die Verfassungsgeschichte Australiens. Startpunkt ist dabei die sogenannte "Entdeckung" Australiens im Jahre 1788. Der Kurs ist in Seminarform organisiert, d.h. die Klassen sind im Vergleich zu den Vorlesungen klein gehalten und die Themen werden durch geleitete Diskussion erarbeitet. Von den Teilnehmern wird daher eine aktive mündliche Mitarbeit erwartet, die sich dann auch in der Endnote niederschlägt. Die australischen Studenten sind hier meines Erachtens aufgrund ihrer Vorkenntnis der australischen Geschichte im Vorteil. Daher erscheint es manchmal schwierig sich an den zum Teil sehr lebhaften Diskussionen aktiv zu beteiligen.

Kursleiter John Williams ist aber sehr hilfsbereit und hat Verständnis für die Schwierigkeiten, die ausländische Studierende erwarten. John versteht es, die Studenten für die Materie zu begeistern. Er hat Spass an diesem Fach und das merkt man auch. Dieser Kurs ist wohl kaum vergleichbar mit rechtsgeschichtlichen Vorlesungen aus Deutschland. Der Leistungsnachweis besteht in einer kleinen Seminararbeit von 2.500 Wörtern über ein beliebiges Thema und die Endnote setzt sich daraus und aus der mündlichen Mitarbeit zusammen.

Obwohl der Arbeitsaufwand für dieses Fach theoretisch, insbesondere für sprachfremde Studenten, hoch erscheint - pro Woche sind bis zu 80 Seiten zu lesen und für die anschliessende Diskussion zu verinnerlichen -, ist dieser Kurs sehr zu empfehlen. Wer sich für Geschichte interessiert und keine Angst hat, frei zu sprechen, sollte sich überlegen, diesen Kurs zu belegen. Geschichte wird hier spielerisch erarbeitet, nicht nur vorgelesen und neben der Anhäufung juristischen Wissens, kann man auch gleich noch etwas für seine Allgemeinbildung tun.

Contract

Die wesentlichen vertragsrechtlichen Prinzipien im australischen Recht sind den deutschen sehr ähnlich. Auch hier, wen wundert es, kommt ein Vertrag prinzipiell durch Angebot und Annahme zustande. Die Besonderheit im angloamerikanischen Vertragsrecht ist jedoch, dass für den Abschluss eines wirksamen Vertrages zusätzlich noch die sogenannte "consideration" gefordert wird über die ich mir weitere Ausführungen ersparen werde. Der Kurs ist in verschiedene Bereiche gegliedert. Der erste Teil befasst sich mit dem Zustandekommen und dem Inhalt von Verträgen. Dazu ist vor allem zu bemerken, dass hier dem Vertragsinhalt besondere Bedeutung zukommt. Besprochen werden die verschiedenen Arten von Vertragsklauseln, auf welche Weise sie Bestandteil des Vertrages werden und welche Auswirkungen unwirksame Klauseln haben können. Der zweite Teil behandelt Faktoren, die die Wirksamkeit von Verträgen beeinflussen und deren Rechtsfolgen. Verglichen mit Deutschem Recht geht es hier vor allem um Willensmängel. Schliesslich geht es im dritten Teil um Möglichkeiten und Art und Weise der Auflösung und des Rücktritts von Verträgen, wie etwa bei Vertragsbruch oder objektiver Unmöglichkeit. Schliesslich werden noch Fragen des Schadensersatzes untersucht.

Kurskoordinator und vorlesender Dozent über grosse Teile des Kurses ist Richard Bullen. Er versteht es die zum Teil recht trockene und in einigen Bereichen sehr komplexe Materie immer wieder mit Witz und Verstand zu vermitteln. Seine Vorlesungen sind ohne Frage ein besonderes Erlebnis. Ausserdem steht er jederzeit, wie übrigens alle anderen Dozenten auch, für Fragen zur Verfügung. Selbst ausserhalb seiner Arbeitszeit bietet Richard von zu Hause aus telefonische Hilfe an.

Es ist recht interessant zu sehen, wie eine andere Rechtsordnung die gleichen juristischen Probleme auf von unserem System unterschiedliche Art und Weise löst. Gerade am Beispiel des Vertragsrechts zeigt sich dies besonders gut. Wer einen Einblick in das angloamerikanische Rechtssystem erhalten will und allgemein für rechtsvergleichend Interessierte ist dieser Kurs zu empfehlen.


Law and Legal Process

Leider ist dieser Kurs über weite Teile hinweg für fortgeschrittene Studenten eher langweilig. Im wesentlichen handelt es sich hier um eine Einführung in juristisches Denken und juristische Arbeitsweise für Erstsemester. Zumindest der erste Teil des Kurses, der sich mit Fragen der juristischen Argumentation und dem Aufbau von Urteilen befasst ist daher für denjenigen, der schon mal eine Hausarbeit geschrieben hat, eher uninteressant, wenngleich das Common Law natürlich Besonderheiten aufweist. Ausserdem ist eine Einführung in "Legal Research" mitinbegriffen, die aufgrund des Fallrechtssystems in Australien einen ganz anderen Stellenwert einnimmt, als in Deutschland.

Der zweite Teil des Kurses ist da schon interessanter. Hier geht es vor allem um "Alternative Dispute Resolution (ADR)" wie Mediation. Diese Art der aussergerichtlichen Konfliktlösung gewinnt auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewinnt, kürzlich wurde an der Fernuniversität Hagen ein Aufbaustudiengang in Mediation für Juristen eingerichtet. Aber auch Prozessführungsfragen wie Regeln der Beweiserhebung und nicht zuletzt ethische Fragen des Anwaltsberufes werden in Law and Legal Process beleuchtet.

Eine interessante Erfahrung waren vor allem die beiden für den Kurs erforderlichen Moot Courts. In den Moot Courts wird den Studenten Gelegenheit gegeben aktiv die Anklage oder die Verteidigung in einem Falles zu übernehmen. Basierend auf einem fiktiven Sachverhalt bekommt man 2 Wochen Zeit, relevante Fälle zu recherchieren und den "Brief" - so heisst die schriftliche Argumentation - vorzubereiten. Dieser Brief wird dann mit der Gegenseite ausgetauscht, so dass man Gelegenheit hat, sich für die mündliche Verhandlung vorzubereiten. Die ist dann übrigens weniger spektakulär, als man sich das vorstellen mag, aber interessant ist es allemal.

Law and Legal Process wird ab 1999 "Legal Skills I + II" heissen und besonderen Wert auf praktische Übungen legen, für genauere Informationen schaut bitte auf der Homepage der Law School nach.


Torts

Nein, das hat nichts mit feinem Kuchen zu tun, vielmehr handelt es sich hier um die englische Variante des Deliktsrechts. Ein Tort ist ein "Civil Wrong" und hat sich irgendwann im Mittelalter vom Strafrecht abgespalten, als man Delikte noch nicht in zivile und strafrechtliche unterteilte. Leider ist das "Law of Torts" nicht so schön schematisch wie die §§ 823 ff. BGB, sondern stellenweise ziemlich kompliziert und mit unzähligen Fällen überfrachtet.

Grob gesagt wird unterschieden zwischen "Intentional Torts" und "Negligence". Negligence, was sich wohl etwa mit Fahrlässigkeit übersetzen lässt, nimmt dabei den weit grössten Teil des Kurses ein. Dies entspricht der Praxis. Anwälte verdienen einen Grossteil ihres Geldes mit Negligence-Klagen, die teilweise zu horrenden Schadensersatzbeträgen führen. Man denke an den Prozess gegen ein bekanntes Fast-Food-Unternehmen, dass einer älteren Frau ein paar Millionen Schadenersatz zahlen musste, weil diese sich an ihrem Kaffee verbrüht hat.

Ich habe diesen Kurs gewählt, weil er zusammen mit Contract wohl den zentralen Bereich des Common Law verkörpert. Ich kann nicht sagen, dass ich es bereut habe, aber der Kurs ist stellenweise dogmatisch wirklich schwierig und die ausgegebenen Materialien zu den Vorlesungen lassen zu wünschen übrig. Wer alle relevanten Fälle lesen will, wird kaum noch Zeit für ein Privatleben haben. Der Kurs ist interessant und für ein allgemeines Verständnis des Common Law sehr wertvoll. Und obwohl es mitunter ein erhebliches Mass an Anstrengung erfordert, den wissenschaftlichen Ausführungen John Keeler's zu folgen, entschädigt sein unverkennbar englischer Humor für vieles. Wer sich für diesen Kurs entscheidet sollte von Anfang an kontinuierlich mitarbeiten.

Nach den neuen Ausbildungsvorschriften soll Torts (für 4 statt 6 Punkte) nur noch über ein Semester laufen, was sicherlich mit einer erheblichen Stoffkürzung verbunden ist.

Diese Beurteilungen sind natürlich sehr subjektiv geprägt. Da der Austausch ohnehin zu keinem Abschluss führt, betrachtet ihn als eine einmalige Chance, ein fremdes Rechtssystem kennenzulernen. Letztlich solltet Ihr die Kurse belegen, an denen Ihr persönlich besonders interessiert seid. Noch ein Tip: Jeder muss zu Beginn des Semesters zum "Course Advisor". Bei Gordon, Magnus und mir hatte der fasst immer Bedenken zu unserer Kurswahl. Lasst Euch davon aber nicht zu sehr beeinflussen. Es wird nichts übermenschliches verlangt und alle Kurse sind mit ein wenig Einsatz zu schaffen.

Teil 2
Australien, das Land der Aborigines, des Ayers Rock, und der Känguruhs, mit einer atemberaubenden Landschaft die ihresgleichen sucht. Kein Zweifel, Australien hat seinen besonderen Reiz und doch wissen wir viel zu wenig über diesen faszinierenden Kontinent.

Die Tyrannei der Entfernung, die den Ameisen in dem Gedicht von Ringelnatz das andere Ende der Welt noch unerreichbar machte, hat längst ihre Abschreckung verloren. Auch wird ein Auslandsaufenthalt zu Ausbildungszwecken schon längst von Personalchefs wohlwollend zur Kenntnis genommen, dokumentiert er doch Fremdsprachenkenntnisse sowie ein Mindestmaß an eigenverantwortlichem organisatorischen Handeln und läßt allgemeines Interesse und Aufgeschlossenheit vermuten. In vielen Bereichen ist ein Auslandsaufenthalt sogar schon zur Einstellungsvoraussetzung avanciert und heutige Studenten können sich wohl kaum noch leisten, sich mit der Möglichkeit eines Auslandsstudiums nicht auseinanderzusetzen.

Aufgrund einer Austauschvereinbarung zwischen der Philipps-Universität Marburg und der University of Adelaide in Südaustralien war es mir möglich mein Studium in 1998 für ein Jahr an der Law School der dortigen Universität fortzusetzen. Bevor ich darüber im folgenden noch genauer berichte möchte ich zunächst einen kurzen Überblick über den geschichtlichen Hintergrund Australiens geben.

Der australische Kontinent ist seit mindestens 50.000 Jahren von Aborigines bevölkert. Die Ureinwohner Australiens stammen von Völkern ab, die über Jahrtausende von Südostasien ausgehend über die Inselgruppen Malaysias und Indonesiens schließlich Australien erreichten. Und dies drei Jahrtausende vor dem Bau der Pyramiden und der großen Städte der Hochkulturen Mesoptamiens und Chinas.

Als Sträflingskolonie wurde Australien im Jahre 1788 von Captain James Cook "entdeckt". In der Botany Bay im Hafen des heutigen Sydneys zogen die Schiffe ein und Cook nahm schließlich das Territorium von New South Wales für die Briten in Besitz. Australien galt damals als "terra nullius", als Land, daß in niemandes Eigentum steht. Zunächst dachte man, daß Australien überhaupt nicht bewohnt sei. Als sich dies schon bald als Fehler herausstellte herrschte die Auffassung, daß die Aborigines aufgrund der Art ihrer Lebensweise, nicht als Herrscher des Landes angesehen werden können, wodurch die Inbesitznahme der Briten, ohne den Abschluß von Verträgen mit der Bevölkerung, gerechtfertigt wurde. Heute weiß man, daß diese dramatische Fehleinschätzung zwar mit dem damaligen Menschenbild in Einklang stand und vor dem Hintergrund des christlichen Sendungsbewußtseins nachvollziehbar, wenn auch falsch war, aber im Laufe der Zeit zu Ungerechtigkeiten und Absurditäten führte, die sich bis heute nachteilig auf die Ureinwohner Australiens auswirken.

Heute wird die Inbesitznahme Australiens und praktische Enteignung der Aborigines allmählich ins Licht der Öffentlichkeit gerückt und inzwischen auch nach den damals geltenden Grundsätzen des Völkerrechts als äußerst kritisch bewertet. In der berühmten Gerichtsentscheidung Mabo v. Queensland verwarf der High Court of Australia erstmals die rechtliche Vorstellung, daß Australien als "terra nullius", als leeres Land, anzusehen sei und erst durch die Weißen besiedelt wurde. In der nach dem Hauptkläger Eddi Mabo benannten Entscheidung gesteht das Gericht den Ureinwohnern erstmals unter bestimmten Voraussetzungen Eigentumsrechte an ihrem Land, eine revolutionäre und längst überfällige Entscheidung.

Die ersten europäischen Siedler in Südaustralien kamen aus England im August 1836 auf der 'Buffalo' und erreichten die Küste Südaustraliens im Dezember desselben Jahres. Am 28. Dezember 1836 proklamierte schließlich Captain John Hindmarsh die neue Kolonie in den Sanddünen von Glenelg, heute ein attraktiver am Meer gelegener Stadtteil Adelaides und beliebter Ausflugsort.

Die Siedler nahmen durch einfaches Hissen der britischen Flagge ein Gebiet von beinahe einer Million Quadratkilometer für sie unbekannten Landes in Besitz, daß in seiner Fläche etwa dem Gebiet von Frankreich, Deutschland und Großbritannien zusammengenommen entspricht.

Südaustralien bot in der Folgezeit Siedlern aus allen Teilen Europas eine Heimstatt. In 1838 gründeten die ersten deutschen Immigranten Siedlungen in Klemzig, Hahndorf und im gesamten Gebiet der Adelaide Hills und dem Barossa Valley um Adelaide. Die Siedler bauten Weine ihrer Heimatregionen an, was dazu führte, daß Südaustralien heute Australiens führende Weinbauregion ist, in der 60% des Weines des Landes produziert werden.

Andere Siedler, oft gezwungen aufgrund religiöser, politischer oder gesellschaftlicher Verfolgung ihr Land zu verlassen, folgten. Heute leben in Südaustralien 1,4 Millionen Menschen, die Vorfahren aus über 120 Ländern der ganzen Welt haben.

Adelaide, Hauptstadt Südaustraliens, ist eine Stadt mit über einer Million Einwohnern, gelegen zwischen einem Halbkreis aus Bergen auf der einen und dem Strand auf der anderen Seite. Die Stadt ist trotz ihrer Einwohnerzahl noch nicht der hoffnungslosen Hektik einer Großstadt zum Opfer gefallen und hat den angenehmen Flair eines zu groß geratenen Kurortes. Die Adelaider nennen sie liebevoll "Australia's Biggest Country Town". Es herrscht eine angenehm kosmopolitische und mediterrane Atmosphäre.


Adelaide war die Vision eines Colonel William Light, der 1836 als Landvermesser nach Australien kam. Er entwarf in einer fruchtbaren Bodensenke nach den Plänen einer römischen Siedlung ein rechteckiges Stadtzentrum von einer Meile Länge, das von Norden durch einen Ring aus Parklandschaften umrahmt wird. Obwohl Colonel Light bei seiner Standortwahl viele Widerstände überwinden mußte, wurde er von der Nachwelt reichlich gelobt. Adelaide gilt heute als "letzte gut geplante Metropole der Erde", mit "einem Klima, das nahezu an Perfektion grenzt". Der Verkehr fließt ruhig durch das Stadtzentrum und die Parklandschaften um die City sind Seelenbalsam für den gestreßten Stadtmenschen.

Adelaide ist bekannt für sein "International Festival of Arts", das alle zwei Jahre Künstler und Autoren aus aller Welt anzieht. Bis vor einigen Jahren war Adelaide bekanntermaßen auch Gastgeber des "World Formula One Grand Prix", der aber inzwischen durch einen geschickten Schachzug Melbournes dorthin umgezogen ist.

Adelaide bietet eine ganze Reihe von Freizeitaktivitäten, die das Leben und Studieren dort sehr angenehm gestalten. Dem kulturell Interessierten bietet Adelaide neben den zahlreichen historischen Gebäuden, Kirchen und Villen, die von einer vergangenen Zeit zeugen, eine ganze Reihe von Museen und Galerien. Dazu laden die sauberen Sandstrände, nur 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt, ein, die Seele baumeln zu lassen. Es fällt nicht schwer am Strand unter der heißen Sonne Australiens über dem Genuß einiger "Stubbies" australischen Biers, daß Studium Studium sein zu lassen und sich den angenehmen Dingen des Lebens zu widmen. Beim Schreiben dieser Zeilen überkommt mich ein angenehmes Wohlgefühl und ich denke mit großer Freude an die Zeiten zurück in denen ich derartige Annehmlichkeiten ausgiebig genossen habe.

Außer dem kulturellen Angebot und den langgestreckten Sandstränden bietet Adelaide einige von Australiens besten Weinkellereien und man hat direkten Zugang zu der spektakulären Wildnis des australischen "Outback".


Natürlich gibt es auch eine große Anzahl von Pubs und Bars, die sich vorwiegend in der Innenstadt konzentrieren. Man trifft sich dort zu einem Bier nach Feierabend und eine der vielen Kneipen ist am Wochenende oftmals Startpunkt der beliebten sogenannten "Big Night Out". Hier gilt: "Sehen und gesehen werden!".

Überhaupt ist das Trinken wohl eine der Lieblingsbeschäftigungen der Australier. Der Bierkonsum ist tatsächlich enorm, was sich wohl unter anderem mit den extremen Temperaturen des Kontinents erklären läßt. Glücklicherweise hatte ich keine Probleme, mich diesen Trinkgewohnheiten der Australier anzupassen.
Australien verfügt über insgesamt 41 Universitäten, von denen an 26 ein Jurastudium möglich ist. Dabei gehört die Law School der Universität Adelaide zu den "Top 6". Innerhalb dieser Gruppe findet keine weitere Differenzierung mehr statt.

Die University of Adelaide wurde als drittälteste Universität Australiens im Jahre 1874 gegründet. Sie ist eine moderne Universität mit vielen international anerkannten Dozenten und gehört damit anerkanntermaßen zu den besten Universitäten des Landes. Ihr Ruf reicht weit über die Grenzen hinaus und die Universität zieht neben Australiern, Studenten aus aller Welt, vor allen Dingen aber aus Asien an.

Der Campus der Universität ist wunderschön gelegen inmitten von Parks im Herzen der Stadt und grenzt direkt an die Hauptgeschäftszentren und Einkaufsstraßen.


Speziell die Law School der University of Adelaide ist eine Kaderschmiede mit langer Tradition. Sie gehört zu den besten Law Schools des Landes und hat einige herausragende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens hervorgebracht.

Die Atmosphäre an der Law School ist angenehm entspannt. Die Professoren und Dozenten haben jederzeit ein offenes Ohr für Probleme und es herrschen lockere Umgangsformen. Ungewöhnlich, und für einen deutschen Studenten gewöhnungsbedürftig, mag erscheinen, daß die Professoren grundsätzlich mit ihrem Vornamen angeredet werden. Das Handbuch der Law School spricht in diesem Zusammenhang sogar von einer "official policy"! All das schafft eine Umgebung in der es nicht schwerfällt, sich wohlzufühlen.

Das juristische Studium in Australien ist vollkommen anders strukturiert als in Deutschland und teilt sich in ein undergraduate und ein postgraduate-Studium.

Nach i.d.R. drei- bis fünfjährigem Studium erreicht man den ersten Abschluß, den Bachelor´s degree (LLB). Dem folgt das postgraduate-Studium, das nach zwei Jahren bei entsprechenden Studienleistungen zum Honours degree und nach ein bis zwei Jahren zum Master´s degree führt (LLM).

Im Laufe des Studiums muß eine Anzahl von Kursen belegt werden. Zu den Hauptkursen, den sogenannten Core Subjects, die von allen Studenten belegt werden müssen zählen die zentralen Fächer des "Common Law" wie etwa Vertragsrecht (Contract), Deliktsrecht (Torts), Eigentumsrecht (Property), Strafrecht (Criminal Law) u.a.. Neben diesen Fächern müssen dann noch einige Wahlfächer (electives) belegt werden. Dies sind Nebenfächer, die jeder Student selbst nach eigenen Interessen zusammenstellen kann. So werden nach und nach alle wichtigen Rechtsgebiete abgearbeitet. Jeder Kurs hat einen bestimmten Wert von 3-6 Punkten, die nach Bestehen jeweils gutgeschrieben werden. Hat man auf diese Weise alle erforderlichen Kurse bestanden und die nötige Punktzahl gesammelt, darf man sich schließlich nach einer feierlichen Überreichung der Urkunde "Bachelor of Laws (LLB)" nennen.

Diese Art der Ausbildung hängt sicherlich damit zusammen, daß am Ende der Ausbildung in Deutschland aufgrund des inquisitorischen Charakters des Gerichtssystems die Befähigung zum Richteramt steht, während die Studenten in Common Law Ländern, deren Gerichtssystem kontradiktorisch ausgelegt ist, zielgerichtet zum Anwalt ausgebildet werden.


Aus diesem Grund wird während eines juristischen Studiums auch viel mehr Wert auf die sogenannten "legal skills" gelegt, sekundäre juristische Fähigkeiten wie etwa rhetorisches Geschick, die jeder Anwalt früher oder später beherrschen muß. Aus diesem Grund werden auch in regelmäßigen Wettbewerben und Kursen in den sogenannten "Moot Courts" rhetorische Fähigkeiten und die Fallrecherche kontinuierlich geübt und weiterentwickelt. In den Moot Courts wird den Studenten Gelegenheit gegeben, aktiv die Anklage oder die Verteidigung eines Falles zu übernehmen. Basierend auf einem fiktiven Sachverhalt bekommt man einige Zeit, relevante Fälle zu recherchieren und den "Brief" - so heißt die schriftliche Argumentation - vorzubereiten. Dieser Brief wird dann mit der Gegenseite ausgetauscht, so daß man Gelegenheit hat, sich für die mündliche Verhandlung vorzubereiten. Diese Verhandlungen finden in der Regel unter möglichst realen Bedingungen vor einem Berufsrichter statt und man tut gut daran als Jurastudent dort schon frühzeitig Erfahrungen und Erfolge zu sammeln. Auch ich hatte Gelegenheit, mich bei derartigen Verhandlungen mit Kommilitonen erfolgreich zu messen. Dies war eine sehr interessante und gewinnbringende Erfahrung, die mir zwar viel abverlangt hat, deren Nutzen aber gleichwohl außer Zweifel steht.

Im Vordergrund des juristischen Studiums stehen weniger wissenschaftliche juristische Streitigkeiten wie in Deutschland, vielmehr werden Fälle immer vor dem Hintergrund der Frage des bestmöglichen Ergebnisses für den Klient betrachtet. Dabei hat man durch das Fallrechtssystem des Common Law, das sich zwar durch seine Unübersichtlichkeit aber auch seine Flexibilität auszeichnet, einen vergleichsweise hohen Spielraum bei der Begründung seiner Argumentation. Dies setzt natürlich voraus, daß man sich in den relevanten Fällen eines Rechtsgebietes besonders gut auskennt.


In den Examina, die in der Regel am Ende des Jahres stattfinden, wird man mit mehreren Fragen bzw. Sachverhalten konfrontiert, die man dann einer juristischen Lösung zuführen muß. Zwar ist hier die Beachtung einer gewissen Form hilfreich, jedoch ist die Einhaltung eines strengen Gutachtenstils wie hierzulande nicht erforderlich. Dafür hat man aber für die Lösung eines Problems in der Regel nur eine Stunde Zeit. Dies, obwohl die Sachverhalte teilweise recht komplex sind und viele juristische Problemstellungen enthalten. Allein dieser Umstand bringt es schon mit sich, daß eine Lösung vergleichsweise kurz und prägnant ausfallen muß.

Es handelt sich außerdem fast ausschließlich um sogenannte "Open Book Exams". Das heißt, beliebige Bücher und Notizen, dürfen während der Klausur verwendet werden. Davon sollte man sich allerdings nicht täuschen lassen. Der Zeitdruck in den Examina ist enorm und wer nicht gut vorbereitet ist, hat keine Chance, zu bestehen.

Die Examina nehmen für die australischen Studenten einen völlig anderen Stellenwert ein, als etwa bei den deutschen Juristen die Klausuren zu den Scheinen. Da die Ergebnisse der Klausuren direkten Einfluß auf den Studienabschluß haben, geht es für viele um mehr, als "nur" zu bestehen. Die Konkurrenz ist hart und der von manchen Australiern an den Tag gelegte Ehrgeiz ist erstaunlich. Nicht selten werden ganze Vorlesungen mit dem Diktiergerät aufgenommen und anschließend zu einem Skript verarbeitet. Den Erstellern solcher "Meisterwerke" bringt ihr Verkauf teilweise bis zu $100 pro Skript ein.

Unter akademischen Gesichtspunkten bin ich mit dem Vorsatz nach Australien gegangen, einen möglichst guten Einblick in das dem angloamerikanischen Rechtskreis zugehörige Rechtssystem Australiens, zu erlangen. Daher habe ich vor allen Dingen die wohl zentralen Fächer des "Common Law" belegt, namentlich das Recht der Schuldverhältnisse (Law of Obligations), bestehend aus dem Vertragsrecht (Contract) und dem Deliktsrecht (Law of Torts).

Die wesentlichen vertragsrechtlichen Prinzipien im australischen Recht sind den deutschen sehr ähnlich. Im Rahmen des Kurses im Vertragsrecht wurden u. a. vor allen Dingen die verschiedenen Arten von Vertragsklauseln behandelt, auf welche Weise sie Bestandteil des Vertrages werden und welche Folgen unwirksame Klauseln haben können. Ein weiterer wesentlicher Kursteil befaßte sich mit der Rückabwicklung von Verträgen.

Das "Law of Torts" hat nichts mit feinem Kuchen zu tun, vielmehr handelt es sich hierbei um die englische Variante des Deliktsrechts. Dieser Bereich des Common Law ist zwar stellenweise dogmatisch wirklich schwierig, zumal es sehr stark von vielen historischen Gerichtsentscheidungen bestimmt wird, ist aber zusammen mit dem Vertragsrecht für ein allgemeines Verständnis des Common Law sehr wertvoll.

Es ist äußerst interessant zu sehen, wie eine andere Rechtsordnung die gleichen juristischen Probleme auf unterschiedliche Art und Weise löst. Gerade am Beispiel des Law of Contract und des Law of Torts zeigte sich dies besonders eindrucksvoll.


Im Rahmen des Kurses "Law and Legal Process" wurden vor allen Dingen juristischen Neuanfängern die Technik der juristischen Argumentation und juristische Denkweise u.a. am Aufbau von Gerichtsurteilen nahegebracht. Außerdem beinhaltete dieser Kurs eine intensive Einführung in Fertigkeiten, die für die schnelle und sinnvolle Recherche von Fällen unabdingbar sind.

Ein weiterer großer Teil des Kurses widmete sich der "Alternative Dispute Resolution (ADR)" wie etwa Mediation. Diese Art der außergerichtlichen Konfliktlösung gewinnt auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Unverzichtbar für einen Juristen ist ebenso sicheres Verhandlungsgeschick. Law and Legal Process beinhaltete daher auch eine intensive Unterrichtseinheit über verschiedene Verhandlungstechniken und Strategien, basierend auf einem Konzept der Harvard University, die in Rollenspielen aktiv erprobt wurden. Schließlich wurden auch Prozeßführungsfragen wie Regeln der Beweiserhebung und nicht zuletzt ethische Fragen des Anwaltsberufes beleuchtet.

Zu guter Letzt habe ich noch einen einsemestrigen Kurs in Australischer Rechtsgeschichte belegt, der sich vor allen Dingen mit der Verfassungsgeschichte Australiens befaßte. Dies rundete mein Studium an der University of Adelaide in angenehmer Weise ab und ich bin zuversichtlich auf dieser Grundlage aufzubauen.


Insgesamt erscheint der Arbeitsaufwand für die einzelnen Fächer insbesondere für einen deutschen Studenten zunächst recht hoch. Nicht selten müssen pro Fach und Stunde 100-200 Seiten an Gerichtsentscheidungen und anderen Texten gelesen werden. Insbesondere für Studenten, deren Muttersprache nicht Englisch ist, kann die Durcharbeit des Unterrichtsmaterials daher mitunter ein erhebliches Maß an Anstrengung abfordern. Solide Englischkenntnisse insbesondere auch für die schriftlichen Examina sind daher zumindest von Vorteil. Man wird zwar keine Probleme haben, sich mit den in der Schule erworbenen Englischkenntnissen verständig zu machen. Allerdings erfordert gerade die juristische Arbeit im englischsprachigen Raum, in der Gerichtsurteilen und der mündlichen Präsentation juristischer Argumente noch ein ganz anderer Stellenwert zukommt, einen besonders sicheren Umgang mit der englischen Sprache. Für den Interessierten empfehle ich daher, einen solchen Auslandsaufenthalt etwa durch das Lesen englischsprachiger Zeitschriften vorzubereiten.

Mein Auslandsaufenthalt in Adelaide war nicht nur eine einmalige Chance, einen Einblick in ein fremdes Rechtssystem zu gewinnen. Ich habe eine große Zahl von Studenten aus vielen Ländern der ganzen Welt kennengelernt und auch einige Freunde gewonnen. Das Zusammenleben mit sehr verschiedenen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, die ich auch während meiner Reisen durch Australien kennengelernt habe, habe ich persönlich als sehr bereichernd empfunden.

Auch das Leben in einer mir bis dahin nicht bekannten Kultur gehört zu den wertvollen Erfahrungen, die ich nicht missen möchte. Nach den vielen Begegnungen, die ich mit den Australiern, oder den "Aussies", wie sie sich selbst nennen, gesammelt habe, bin ich beeindruckt von deren Gastfreundlichkeit. Überhaupt gehen die Menschen in Australiern sehr freundlich miteinander um. In Deutschland ist es mir jedenfalls noch nie passiert, daß mir ein Busfahrer beim Aussteigen einen schönen Tag wünscht oder die Kassiererin eines Supermarktes sich nach meinem Wohlbefinden erkundigt.

Man braucht nur einmal im Hafen von Sydney in der Sonne zu sitzen, bei Langusten und einem hervorragenden Weißwein, alternativ auch bei Fish and Chips und einem eiskalten Bier, und auf die Bucht mit den im Wind leicht gekräuselten Wellen zu schauen. Warum wohl können es sich so viele Menschen leisten, an einem gewöhnlichen Dienstagnachmittag, segeln zu gehen. Sie tun es eben einfach!

Das Lebensmotto der Australier ist: "Let's take it easy!". Sie nehmen das Leben leicht und sich selbst nicht so ernst. Es ist schwer, dieses einzigartige Lebensgefühl zu beschreiben, das so ansteckend ist und daß keinen Unterschied zwischen Freund und Fremdem macht.


Rückblickend kann ich ohne Zögern sagen, daß mein Auslandsstudium in Australien sicherlich zu den persönlich und akademisch wichtigsten und lohnenswertesten Ereignissen meines Lebens gehört.

Ich nehme viele Eindrücke und Erlebnisse mit nach Deutschland, die zu verarbeiten sicher noch eine Weile in Anspruch nehmen werden. In einem berühmten australischen Volkslied heißt es: "I've been to cities that never close down, from New York to Rio and old London Town, but no matter how far or wide I roam, I still call Australia Home."

Wenn Australien, wie in diesem Volkslied auch nicht meine Heimat ist, so kann ich doch inzwischen die Liebe der Australier zu ihrem Land gut verstehen. Auf jeden Fall war es sicherlich nicht das letzte Mal, daß ich diesem faszinierenden Kontinent und seinen Menschen einen Besuch abgestattet habe.

Kai Dobslaw - www.dobslaw.de


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Orientation:
20.02.2012 - 24.02.2012
Semesterbeginn:
26.02.2012
Semesterende:
29.06.2012

Semester 2/2012
Semesterbeginn:
23.07.2012
Semesterende:
16.11.2012

Fakten

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Stadt:
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Bundesstaat:
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